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NAS-Server – Besser als deine Daten in der Cloud?

Seitdem das Internet immer mehr Bereiche des Alltags eingenommen hat, ist auch das Thema Datensicherheit immer weiter in den Fokus gerutscht. Zahlreiche Unternehmen bieten verschiedene Cloud-Speicherdienste an, bei denen deine Daten auf mehreren PCs weltweit gespeichert werden. Doch ist das sicher? Macht es nicht vielleicht mehr Sinn, die eigenen wichtigen Daten zentral auf einem eigenen Netzwerkspeicher zu sichern? Möglich machen dies NAS-Server, ĂŒber die du hier nun mehr erfahren wirst.
Besonderheiten
  • Große SpeicherkapazitĂ€ten
  • Überschaubarer Markt
  • Klein bis groß
  • Sehr flexibel einsetzbar

NAS-Server Test & Vergleich 2020

Das Wichtigste zusammengefasst
  • NAS-Server sind nicht nur fĂŒr Unternehmen oder Profis geeignet, auch Einsteiger und Heimkino-Fans kommen voll auf ihre Kosten
  • Zugriff auf deine Daten, egal wo du bist, via App oder Browserzugriff jederzeit möglich
  • Mit einem NAS erstellst du deine eigene Cloud, deinen Mediadrucker oder sorgst dafĂŒr, dass Außenstehende an wichtige Dokumente herankommen

Synology DS218J – Der Einstieg fĂŒr wenig Geld

Synology DS218J – Der Einstieg fĂŒr wenig Geld
Besonderheiten
  • Hervorragendes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis fĂŒr den Endanwender
  • Auslieferung ohne Festplatten – FlexibilitĂ€t steht hier an erster Stelle
  • Cloud-Funktion und Nutzung sowie Steuerung ĂŒber die eigene iOS- und Android-App
  • Mit bis zu 113 MB/s lesen und 112 MB/s schreiben sehr schnelle DatenĂŒbertragung
  • Dual-Core-CPU mit HardwareverschlĂŒsselungs-Engine fĂŒr noch mehr Sicherheit
157,35 €
inkl 19% MwSt
Beschreibung
Den Einstieg macht das Synology DS218J, das mit seinen zwei EinschĂŒben vor allem fĂŒr den privaten Heimgebrauch vorgesehen ist. Das GehĂ€use bringt keine Festplatten mit, sodass du hier die volle Freiheit hast, deine eigenen HDDs auszuwĂ€hlen. Die Netzwerkschnittstelle sorgt dafĂŒr, dass deine Daten mit bis zu 113 MB/s schnell und sicher ĂŒbertragen werden können. Damit sĂ€mtliche Berechnungen auch möglichst schnell von Statten gehen, verbaut der Hersteller eine ausreichend schnelle Dual-Core-CPU im Inneren des NAS-Servers. Das Synology DS218J bietet dir eine eigene iOS- oder Android-App, damit du auch ĂŒberall von unterwegs auf deine Daten zugreifen kannst. ZusĂ€tzlich ist ein Medienserver integriert, ĂŒber den du deine Filme und Bilder auf alle EndgerĂ€te streamen kannst.

QNAP TS-431P – FĂŒr besonders große Speichermengen

QNAP TS-431P – FĂŒr besonders große Speichermengen
Besonderheiten
  • Vier EinschĂŒbe fĂŒr eigene Festplatten, die per Hot-Swap ausgetauscht und installiert werden können
  • Wunderbares Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis
  • Als „Enclosure“ erhĂ€ltlich oder alternativ mit Speicherplatz mit bis zu 40 Terrabyte Speicher verfĂŒgbar
  • Integration des QmailAgents fĂŒr die zentrale Speicherung von Kontakten
  • Synchronisation der Daten zwischen Computer, Laptop oder mobilen GerĂ€ten
  • Mediaserver sorgt fĂŒr das problemlose Streamen ĂŒber DLNA, AirPlay und Chromecast
299,20 €
inkl 19% MwSt
Beschreibung
Sollten dir zwei SteckplĂ€tze bei deinem NAS nicht ausreichen, solltest du deinen Blick einmal auf das QNAP TS-431P wenden. Mit diesem Einstiegs-NAS erhĂ€ltst du eine wahre Netzwerkspeicherzentrale mit vier FestplatteneinschĂŒben. QNAP bietet diesen NAS-Server in verschiedenen Varianten an, entweder du entscheidest dich fĂŒr die Version „Enclosure“, bei der keinerlei Festplatten enthalten sind oder du wĂ€hlst eine Version mit bis zu 40 Terrabyte Gesamtspeicher. Je nach Anwendung und Gebrauch solltest du de Speicherplatz genau berechnen. Das TS-431P lĂ€sst sich dank QmailAgent als Mailserver und zentraler Kontaktspeicher nutzen, liefert aber auch Medienserver-Dienste, um Filme und Videos auf deine EndgerĂ€te zu streamen. Genauso wie beim Modell von Synology, unterstĂŒtzt das QNAP-System eine umfangreiche VerschlĂŒsselungsmethodik.

Western Digital MyCloud EX2 – Perfekt fĂŒr den Einsteiger geeignet

Western Digital MyCloud EX2 – Perfekt fĂŒr den Einsteiger geeignet
Besonderheiten
  • Unglaublich einfache Einrichtung und Bedienung der herstellereigenen Software
  • ErhĂ€ltlich als „diskless“ oder mit bis zu 28 Terrabyte Speicher
  • Vorinstallation der eigenen Western Digital Red Festplatten, die fĂŒr eine hohe Sicherheit stehen
  • Zugriff auf deine Daten von ĂŒberall auf der Welt dank eigener App oder BrowserunterstĂŒtzung
  • Automatische Datensynchronisation zwischen dem NAS und deinem EndgerĂ€t
269,99 €
inkl 19% MwSt
Beschreibung
Komplexe Systeme, eine schwierige Einrichtung oder die komplizierte Wahl der richtigen Festplatten gibt es bei Western Digital mit der MyCloud EX2 nicht. Hier bekommst du einen NAS-Server, der vor allem auf die WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse von Einsteigern zugeschnitten ist. Das System wird werkseitig mit eigenen Festplatten ausgeliefert, die du schnell und einfach mit der herstellereigenen Software konfigurieren kannst. Die große Besonderheit hierbei ist, dass keine einfachen HDDs, sondern die erstklassigen WD Red Festplatten zum Einsatz kommen. Diese sind speziell fĂŒr den Server-Gebrauch entwickelt und bieten neben einer guten Geschwindigkeit eine hohe Sicherheit. Weiterhin setzt Western Digital bei der MyCloud auf eine einfache Einrichtung und Bedienung. Auf deine Daten kannst du via App oder Browser ĂŒberall zugreifen, wo du grade bist.

Synology DS218+ – FĂŒr das kleine Unternehmen

Synology DS218+ – FĂŒr das kleine Unternehmen
Besonderheiten
  • NAS-Server fĂŒr kleine Unternehmen mit einer SpeicherkapazitĂ€t von bis zu 24 Terrabyte
  • Bestellbar als „Enclosure“ ohne HDDs oder mit vorinstallierten Festplatten
  • Im Vordergrund steht die Daten- und Ausfallsicherheit, nicht das Streamen von Videos und Filmen
  • Dual-Core-CPU mit Hardware-VerschlĂŒsselung sowie 2GB Arbeitsspeicher fĂŒr ein flĂŒssiges Arbeiten
  • Schnelle Lese- und Schreibraten von 113 MB/s bzw. 112 MB/s (VerschlĂŒsselt)
327,99 €
inkl 19% MwSt
Beschreibung
Die Unterschiede zwischen einem NAS-Server fĂŒr den Keimgebrauch sowie der Nutzung in einer kleinen Firma sind hĂ€ufig gravieren. Neben Einstellungsmöglichkeiten zĂ€hlt in einem Unternehmen vor allem die Sicherheit aber auch der Schutz vor AusfĂ€llen. FĂŒr kleinere Unternehmen bietet Synology dafĂŒr das DS218+, das mit etwas ĂŒber 300 Euro nicht zu sehr zu Buche schlĂ€gt. Beim DS218+ handelt es sich ebenfalls um ein 2-Bay-Nas, das bis zu 24 Terrabyte SpeicherkapazitĂ€t unterstĂŒtzt. NatĂŒrlich hast du hier auch wieder die Wahl, ob du dich fĂŒr ein System völlig ohne Festplatten oder mit vorinstallierten HDDs entscheidest. Der Dual-Core Prozessor liefert eine Hardware-VerschlĂŒsselung, wĂ€hrend der 2 Gigabyte große Arbeitsspeicher fĂŒr einen flĂŒssigen Betrieb sorgt. Im Vordergrund steht hierbei nicht das Streamen von Videos und Filmen, sondern viel mehr die sichere Speicherung deiner Daten im Netzwerk.

Was ist ein NAS-Server?

Viele Jahre wurde das Thema „NAS“ nur in kleinen oder mittelstĂ€ndischen Unternehmen der bei professionellen Heimanwendern diskutiert. Heute ist der Netzwerkspeicher aber in aller Munde, da das Thema „Datensicherheit“ in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. Ein NAS-Server ist nichts anderes als ein Netzwerkspeicher. Dabei steht „NAS“ fĂŒr Network Attached Storage, was so viel bedeutet wie „netzgebundener Speicher“. Hierbei sitzen mehrere (mindestens 2) Festplatten in einem kleinen GehĂ€use, das Ă€hnlich wie ein kleiner PC ĂŒber eine CPU sowie ĂŒber Arbeitsspeicher verfĂŒgt. NatĂŒrlich existieren noch einige NAS-Server mit nur einer Festplatte, doch ist dies fĂŒr ein NAS weniger sinnvoll, da die HDDs (Hard Disk Drive) hierbei ein erhöhtes Ausfallrisiko aufweisen, da sie kein RAID unterstĂŒtzen, doch dazu spĂ€ter im Artikel mehr. Da du mittlerweile nicht nur deine Daten auf einem NAS speichern kannst, sondern ihn auch als Multimedia-Zentrale nutzen kannst, ist er selbst fĂŒr Einsteiger in diesem Bereich sehr interessant geworden. Die große Besonderheit ist, dass du dein NAS völlig ohne eigenen Bildschirm ĂŒber deinen Browser am PC steuern kannst. Außerdem hast du die Möglichkeit auf einen Zugriff auf deine Daten, egal wo du dich auf der Welt befindest.

WofĂŒr brauche ich einen NAS-Server?

Dienste wie Onedrive, Dropbox oder Ähnliche haben in den letzten Jahren sehr stark an Beliebtheit dazu gewonnen. Die Cloud-Speicher sorgen dafĂŒr, dass du deine Daten sicher auslagern und von ĂŒberall darauf zugreifen kannst. Das sorgt zum einen dafĂŒr, dass dein heimischer PC mit weniger Speicher auskommen kann aber auch dafĂŒr, dass du deine Daten immer und ĂŒberall sicher dabeihast. Allerdings vertraut nicht jeder Anwender den externen Diensten, da man niemals weiß, wer Zugriff darauf hat. Außerdem sind diese Dienste hĂ€ufig mit Kosten verbunden, die ĂŒber Jahre gerechnet auch einen eigenen NAS-Server sinnvoll werden lassen. Heimkino-Fans oder Familien haben zudem die Möglichkeit des Datenaustauschs im Heimnetzwerk und Firmen können wichtige Dokumente innerhalb des Unternehmens ohne lange Laufwege oder Mailverkehr bearbeiten. Da du mit nahezu jedem EndgerĂ€t, das Internet hat, auf dein NAS zugreifen kannst, hast du sogar die Möglichkeit bereits abgelegte Filme oder Videos unterwegs in der Bahn oder im Flugzeug zu streamen. NAS-Server haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt und sie sind nicht mehr die komplizierten Netzwerkspeicher, die sie einmal waren. Selbst absolute Neulinge auf diesem Gebiet werden mit einer kurzen Einarbeitungszeit die Vorteile eines NAS zu schĂ€tzen wissen.

Die wichtigsten Hersteller fĂŒr NAS-Server

HerstellerBesonderheiten
Western Digital
  • Western Digital gehört zu den Ikonen im Speichersegment. Der Hersteller bietet nicht nur mitunter die besten Festplatten, sondern hat auch SSDs und NAS-Server im Angebot. Die Besonderheit bei den Netzwerkspeichern ist vor allem die einfache Einrichtung und Bedienung, mit der selbst Einsteiger keine Probleme haben sollten
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis
  • Sehr interessante und gute Festplatten im Angebot
  • NAS-Server lassen sich dank intuitiver Software einfach bedienen
  • Überschaubares Angebot
Synology
  • Synology ist eines der Spitzenunternehmen im Netzwerkbereich, die sich auf nahezu alle Kundengruppen spezialisiert haben. Egal ob Endanwender oder große Unternehmen, der Hersteller hat fĂŒr jeden Bereich etwas Professionelles zu bieten. Aber auch In Sachen Routern und allgemeiner Netzwerktechnik braucht sich Synology nicht zu verstecken.
  • Sehr hohe QualitĂ€t aller Produktgruppen bei entsprechenden Preisen
  • Überschaubare Auswahl an NAS-Servern und NetzwerkgerĂ€ten
  • Moderne Technik, erstklassige Ausstattung
  • Besonders interessant fĂŒr Fortgeschrittene und Unternehmen
QNAP
  • Ähnlich wie Synology gehört auch QNAP zu den Full-Service-Anbietern auf dem Netzwerkmarkt. Neben „einfachen“ Einstiegsprodukten bietet der Hersteller seine GerĂ€te auch fĂŒr kleine, mittlere und große Unternehmen an. Bei fortgeschrittenen und professionellen Anwendern im Heimbereich ist der Hersteller besonders beliebt.
  • Einstiegsprodukte bieten viel fĂŒr einen fairen Preis
  • Überschaubares Angebot in allen Netzwerk-Kategorien
  • Umfangreiche Software und starke Hardware
  • Von Privatanwender bis Unternehmen alle Produkte vorhanden

Genau wie beim PC: CPU und RAM entscheiden

Lass dich vom Namen nicht tĂ€uschen, denn ein NAS ist nicht nur ein einfacher Netzwerkspeicher. Streng genommen handelt es sich hierbei um einen kleinen PC, der genauso wie seine großen BrĂŒder ĂŒber eine CPU (Central Processing Unit – Hauptprozessor) sowie ĂŒber Arbeitsspeicher verfĂŒgt. Und genauso wie bei einem PC kommen hierbei auch die Preisunterschiede zustande. Jedes NAS liefert dir eine eigene Software sowie verschiedene Funktionen, die von der Hardware beeinflusst werden. Je schneller die CPU und je grĂ¶ĂŸer der RAM-Ausbau, desto schneller kannst du mit deinem NAS arbeiten. Dazu zĂ€hlt zum einen der Datenaustausch zwischen deinem EndgerĂ€t und zum anderen die Bedienung der herstellereigenen Software des NAS-Servers. GĂŒnstige Systeme liefern dir hĂ€ufig eine Dual-Core-CPU mit 1 GHz Takt sowie 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Möchtest du allerdings auf hohe Übertragungsraten sowie eine gute Bedienung setzen, sollte das System mindestens eine Dual-Core-CPU mit ĂŒber 2 GHz sowie 2 Gigabyte RAM mitbringen. Aus heutiger Sicht klingt dies etwas wenig, doch reicht es fĂŒr die Aufgaben allemal aus, die ein NAS zu bewĂ€ltigen hat.

NAS-Server mit verschiedenen AnschlĂŒssen

Richtig interessant wird es auch, wenn du dir die einzelnen AnschlĂŒsse deines NAS-Servers anschaust, denn hier ergeben sich große Unterschiede. Einige NAS bieten dir nur einen einzigen LAN-Anschluss sowie einen weiteren USB 2.0-Port. Allerdings bringen nur die gĂŒnstigsten Modelle derart wenig Anschlussvielfalt mit zu dir nach Hause. Teurere und modernere GerĂ€te liefern dir nicht nur einen Gigabit-Port, sondern gleich zwei. Damit kannst du mehrere NAS miteinander verbinden und dank Link Aggregation die Übertragungsgeschwindigkeit erhöhen. Außerdem bringen manche modernen Systeme schon einen USB 3.0-Port mit, an den du eine externe Festplatte oder USB-Sticks anschließen kannst. Leider liefern nur die teuersten Modelle diesen Port, sodass dies fĂŒr viele Heimnetzwerke noch uninteressant sein könnte. Interessanter hingegen wird es, wenn dein neues NAS einen eigenen HDMI-Port bereitstellt, denn ĂŒber diesen kannst du den Netzwerkspeicher direkt an deinen Fernseher anschließen. Das sorgt dafĂŒr, dass du deine Bilder, Videos und Filme unmittelbar vom Netzwerkspeicher auf deinen Fernseher ĂŒbertragen kannst.

Von gĂŒnstig bis sicher – die unterschiedlichen Festplatten

Nahezu das Wichtigste bei einem guten NAS sind die Festplatten, denn hier trennt sich hĂ€ufig die Spreu vom Weizen. Wer sich ein teures und professionelles NAS kauft, bei den Festplatten aber spart, wird schnell mit verlorenen Daten zu kĂ€mpfen haben. Ein durchschnittliches NAS lĂ€uft nicht nur einige Tage, sondern muss wochenlang problemlos funktionieren. Aus diesem Grund sind auch sichere Festplatten mit einem geringen Ausfallrisiko wichtig. Nahezu alle Unternehmen bieten fĂŒr den Gebrauch in NAS-Servern eigene Festplatten an, die eine lĂ€ngere Lebensdauer haben als herkömmliche HDDs. Außerdem sorgen sie mit einer eigenen Abschaltautomatik dafĂŒr, dass sie nur dann laufen, wenn sie einen Zugriff erfahren. Besonders beliebt bei vielen Anwendern sind Western Digitals „Red“-Festplatten, die nicht nur hohe Datenraten sondern auch eine erstklassige Sicherheit bieten. Möchtest du ein extrem schnelles NAS aufbauen, das weniger auf die Sicherheit und mehr auf Geschwindigkeit ausgelegt ist, kannst du auch schnellere HDDs verwenden und sie im RAID0 laufen lassen. Du hast hier, je nach Einsatzzweck, viele verschiedene Möglichkeiten der Einrichtung.

Volles Streaming-VergnĂŒgen mit deinem NAS

Wie wir schon ein paar Mal erwĂ€hnt haben, kannst du auf deinem Netzwerkspeicher nicht nur Daten abspeichern, sondern sie davon auch abrufen. Das funktioniert bei vielen Systemen völlig einfach und ohne viele Kenntnisse. Damit das funktioniert, bringen viele Systeme einen eigenen Medienserver mit, der dafĂŒr sorgt, dass du sogar direkt vom NAS auf deinen Fernseher deine Lieblingsserien oder Filme streamen kannst. Das funktioniert natĂŒrlich auch auf deinem Smartphone oder deinem Tablet-PC, egal wo du dich befindest. Wichtig ist, dass dir ausreichend Internetgeschwindigkeit fĂŒr das Streaming zur VerfĂŒgung steht. Außerdem muss auch deine Internetleitung zu Hause ausreichend Upload bereitstellen, damit die Daten auf dein mobiles GerĂ€t gesendet werden können. Interessant sind auch GerĂ€te mit einem eigenen HDMI-Port, an den du einen Fernseher im Haus direkt anschließen kannst. WĂ€hrend du deine Videos direkt auf diesem Fernseher ansehen kannst, können andere Mitglieder im Netzwerk weiterhin auf die Daten zugreifen und ebenso die abgelegten Filme und Bilder bearbeiten oder ansehen. Damit du dies nutzen kannst, muss dein neuer NAS-Server aber unbedingt ĂŒber die Funktion verfĂŒgen. Systeme die speziell fĂŒr kleine Firmennetzwerke vorgesehen sind, bringen diese Möglichkeit hĂ€ufig nicht mit, daher solltest du unbedingt die Augen offenhalten.

Aber nicht nur Filme und Videos, die auf deinem Speicher liegen, kannst du abspielen. Einige NAS-Server bieten dir sogar die Möglichkeit, einen DVB-T-Stick anzuschließen, wodurch du auch Fernsehprogramme in dein Netzwerk streamen kannst. Die Besonderheit hier ist wieder, dass alle Teilnehmer im Heimnetzwerk darauf zugreifen können und auf allen EndgerĂ€ten im Haus DVB-T empfangbar wird.

Dein NAS als Druck-Zentrale

Wenn man USB-Sticks zum Empfangen von TV-Programmen anschließen kann, warum dann nicht auch Drucker oder MultifunktionsgerĂ€te? TatsĂ€chlich ist dies bei einigen Herstellern ebenfalls möglich, auch wenn es sich generell nur fĂŒr Ă€ltere Systeme lohnt, die keinen eigenen WLAN- oder LAN-Zugang haben. Über den USB-Port wird der Drucker dann ĂŒber dein NAS zu einem Netzwerkdrucker, auf dem das gesamte Netzwerk drucken kann. Moderne Drucker bieten dir allerdings schon solch eine Funktion ĂŒber die eigene Software. Die Einrichtung eines Druckers ĂŒber das NAS ist hĂ€ufig nicht schwer, da viele NAS-Hersteller bereits einen Einrichtungsassistenten dafĂŒr mitliefern. Dadurch kannst du im Handumdrehen aus einem Printer einen Netzwerkdrucker machen, ohne viel Know-How.

Zugriff ohne PC – NAS-Server mit Apps

Da es sich beim NAS-Server um einen eigenen kleinen PC handelt, lĂ€sst er sich natĂŒrlich auch mit Apps steuern oder erweitern. Nahezu jeder Hersteller liefert heute eine eigene mobile App fĂŒr die Nutzung des Netzwerkspeichers mit. Über dieses Programm kannst du nicht nur auf deine Daten zugreifen oder Daten von Unterwegs darauf ablegen, du kannst auch dein gesamtes NAS steuern. So lĂ€sst es sich herunterfahren, neustarten oder Einstellungen können geĂ€ndert werden. Besonders interessant wird es, wenn man an das NAS selbst herangeht, denn auch dieses lĂ€sst sich mit Apps und Plugins erweitern. So kannst du mit einigen Zusatzprogrammen beispielsweise aus einer normalen Webcam eine InternetĂŒberwachung machen. Einige Hersteller installieren werkseitig auch keinen Mediaserver auf dem System, den du bei Bedarf aber mithilfe weiterer Apps hinzufĂŒgen kannst. Besonders aktiv auf dem Gebiet sind Synology und QNAP, die mit dem App-Support bereits frĂŒhzeitig angefangen haben.

FĂŒr Einsteiger oder Profis – die Software

SpĂ€testens bei der SoftwareoberflĂ€che zeigt sich, fĂŒr welche Kundengruppe das NAS entworfen wurde. Einige Systeme sind schnell zu ĂŒberblicken und auch die Ersteinrichtung funktioniert Mithilfe eines Assistenten sehr schnell, andere wiederum benötigen die UnterstĂŒtzung eines Fachmanns. Besonders intuitiv zu bedienen sind die WD MyCloud Produkte, da sie sich explizit nur an den Heimanwender wenden. Viele Hersteller bieten auch die Möglichkeit einer vereinfachten Darstellung der Software. Möchtest du etwas tiefer in das Geschehen einsteigen, kannst du eine erweiterte Ansicht wĂ€hlen. Die Software bzw. das Betriebssystem deines NAS erreichst du entweder ĂŒber den Browser, indem du die Internetseite des NAS aufrufst oder aber ĂŒber die App am Smartphone. Die genaue Adresse deines Netzwerkspeichers findest du entweder im Handbuch oder sie steht direkt auf dem GehĂ€use des Servers drauf. Über das Betriebssystem kannst du nicht nur sĂ€mtliche Einstellungen vornehmen, sondern auch wichtige Daten ablesen. So erkennen die meisten NAS-Server den Status der Festplatte und alarmieren dich, wenn ein Ausfall kurz bevorsteht.

Was ist ein RAID-Verbund?

BeschĂ€ftigst du dich schon lĂ€nger mit Computern, deren Hardware oder NAS-Technologien, wird dir der Begriff „RAID“ sicherlich schon oft unter die Augen gekommen sein. Hierbei handelt es sich um ein System zur Organisation deiner Festplatten. Jeder NAS-Server bringt einen RAID-Controller mit, ĂŒber den du mittels des Betriebssystems deine Festplatten organisieren kannst. Dabei hast du die Möglichkeit, das Ausfallrisiko und den Datenverlust zu minimieren oder den Datendurchsatz zu erhöhen, also die Geschwindigkeit deiner Festplatten positiv zu beeinflussen. Im Folgenden zeigen wir dir drei der interessantesten RAID-Versionen, die hĂ€ufig verwendet werden.

RAID 0:

Weniger interessant fĂŒr die meisten NAS-Server, dafĂŒr aber besonders interessant fĂŒr Mediaserver oder schnelle Heimcomputer ist das RAID 0. Hierbei werden einzelne Blöcke der Festplatte zusammengeschlossen, wodurch ein einziger Speicher erschaffen wird. Das ermöglicht es, dass Zugriffe parallel ablaufen können, was den Datendurchsatz, je nach Massenspeicher, verdoppeln kann. Allerdings ist die Sicherheit bei einem RAID 0 Verbund als schlecht einzustufen. FĂ€llt eine Festplatte aus, verschwinden alle Daten im Nichts.

RAID 1:

FĂŒr besonders wichtige Daten eignet sich hĂ€ufig der RAID 1 Verbund, weshalb dieser bei vielen NAS-Servern auch hĂ€ufig zum Einsatz kommt. Hierbei werden die Daten gespiegelt, wodurch sie auf allen Festplatten im Verbund gleichzeitig verfĂŒgbar gemacht werden. Die KapazitĂ€t des Verbundes ist dabei maximal so groß wie die kleinste Festplatte im System. Besonders beliebt sind RAID 1 Systeme auch aufgrund ihrer geringen KomplexitĂ€t. Alle Daten befinden sich zur gleichen Zeit auf beiden Festplatten. Theoretisch ist es daher möglich, die Festplatten im NAS in unabhĂ€ngigen PC-Systemen mit den gleichen Daten weiterzuwenden.

RAID 5:

Die dritte beliebte RAID Version ist das RAID 5, das die Vorteile von RAID 0 und RAID 1 in sich vereint. Hierbei wird die Sicherheit aber auch der Datendurchsatz markant erhöht. Um einen RAID 5 zu realisieren werden die einzelnen Datenblöcke in Gruppen aufgeteilt. Der RAID 5 eignet sich fĂŒr kleinere Netzwerkumgebungen, in denen nicht zu viele gleichzeitige Zugriffe stattfinden. Steigt die Anzahl der Zugriffe stark an, kann sich der Datendurchsatz stark verringern.

SSDs im NAS – sinnvoll oder nicht?

Eine der besten Erfindungen auf dem Hardware-Markt der letzten Jahre war eindeutig die SSD. Hierbei handelt es sich um einen schnellen und kompakten Massenspeicher, der seine Daten elektrisch und nicht magnetisch speichert. Eine Festplatte hat aufgrund ihrer beweglichen Teile hĂ€ufig ein höheres Ausfallrisiko als eine SSD. Zudem bieten SSDs eine erheblich höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeit. WĂ€hrend herkömmliche Festplatten ihre Daten mit rund 100-120 MB/s ĂŒbertragen und lesen, schaffen heutige SSDs 500 – 5000 MB/s. Nun fragst du dich sicherlich, warum es kaum NAS-Server mit integrierten SSDs auf dem Markt gibt. Der Grund ist einfach, denn am Ende entscheidet nicht die Geschwindigkeit des Speichers, sondern die deines Netzwerks und auch die deines NAS. Die meisten Server limitieren den Datendurchsatz auf rund 120 MB/s, was die Performance der SSD massiv beeintrĂ€chtigen wĂŒrde. Aber auch das heimische Netzwerk beschrĂ€nkt den maximalen Datendurchsatz, sodass sich die Investition in eine SSD nahezu niemals rentieren wĂŒrde.

NAS-Server mĂŒssen gut gekĂŒhlt werden

Die Festplatten im Inneren eines NAS mĂŒssen oftmals viele Wochen und Monate ohne Pause laufen und Daten transportieren. Aufgrund der empfindlichen Technik der Speicher aber auch der beweglichen Teile, mĂŒssen die HDDs immer gut gekĂŒhlt sein. Das sorgt nicht nur fĂŒr einen reibungslosen Betrieb, sondern schĂŒtzt auch vor dem Ausfall. Vergleichen kannst du das gut mit einem Auto. FĂ€hrst du pausenlos mit 250 Kilometern pro Stunde, wirst du schneller deine Reifen tauschen mĂŒssen, als wenn du nur mit 100 Kilometern pro Stunde unterwegs bist. Wie warm es in deinem NAS ist und wie die WĂ€rme deine Festplatten beeinflusst kannst du meistens im Diagnosetool deines NAS-Servers ablesen. Mehr als 50 Grad unter Last sollte kein NAS auf Dauer abgeben, sonst wird relativ schnell der Festplattentod eintreten. Im Leerlauf ist eine Temperatur von rund 35 bis 40 Grad ein Normalwert.

Beachte aber auch, dass es sich bei den LĂŒftern um möglichst leise arbeitende Modelle handelt. Manch ein gĂŒnstiges NAS liefert dir leider auch gĂŒnstige und sehr laute LĂŒfter. Ein Betrieb auf deinem Arbeitsplatz wird dann unmöglich, da du dauerhaft einem unangenehmen Rauschen ausgesetzt sein wirst. Manch ein NAS deaktiviert den internen LĂŒfter komplett, wenn keinerlei Zugriff erfolgt.

Sicherheit beim NAS – das ist wichtig!

Innerhalb deines Netzwerks ist dein NAS von außen ĂŒber deinen Router geschĂŒtzt, der eine eigene Firewall bereitstellt. Anders verhĂ€lt es sich aber bei einem Remote-Zugriff, denn hier können die Daten zwischen dem NAS und deinem weiter entfernten EndgerĂ€t abgefangen werden. Um von einem anderen Netzwerk einen direkten Zugriff auf deinen NAS-Server zu erhalten, musst du ihm ĂŒber DynDNS als erstes eine feste IP-Adresse zuweisen. Ist dies erfolgt, kannst du ihn ĂŒber diese IP von ĂŒberall aus erreichen. Da ein wenig Sicherheit bei der DatenĂŒbertragung aber nicht schadet, solltest du wichtige Daten nur ĂŒber SSH austauschen. Hierbei handelt es sich um eine sichere Umgebung, in der du deine Daten austauschen kannst. Im Internet findest du zahlreiche Anleitung, wie du dein NAS fĂŒr einen sicheren Remotezugriff einrichten kannst.

FAQ – hĂ€ufig gestellte Fragen

FrageAntwort
Wie sicher sind NAS-Server?NatĂŒrlich gibt es im Internet von heute keine 100%ige Sicherheit fĂŒr deine Daten. Nahezu jedes System oder jeder Dienst hat irgendwo eine SicherheitslĂŒcke, die von einem guten Hacker erkannt und genutzt werden kann. Generell ist ein NAS-Server immer so sicher, wie es auch dein gesamtes Netzwerk ist und hier kommt vor allem die Firewall in deinem Router zum Einsatz.
Wie wird ein NAS-Server angeschlossen?Das Anschließen eines NAS-Servers kann einfacher nicht sein. Du musst den Netzwerkspeicher einfach mit dem Strom verbinden und ihn mit einem Netzwerkkabel an deinen Router anschließen. Mithilfe der Webadresse aus dem Benutzerhandbuch erreichst du dann die grafische BenutzeroberflĂ€che und kannst den NAS-Server bequem einrichten.
Wie baue ich mir einen NAS-Server?Da es sich bei einem NAS lediglich um einen kleinen PC handelt, kannst du dir einen eigene Netzwerkspeicher natĂŒrlich auch selbst bauen. HĂ€ufig ist dies sogar, je nach Hardware, kostengĂŒnstiger und performanter. Allerdings musst du auch mehr Ahnung von der Materie mitbringen, da du sĂ€mtliche Einstellungen fĂŒr deinen Homeserver selbst vornehmen musst, da es keinen Einrichtungsassistenten hierfĂŒr gibt.

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