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Gaming PC: Unendliche Weiten und spannende Geschichten

Gaming PC Schon seit vielen Jahren sind Gaming-PCs aus den Zockerhöhlen nicht mehr wegzudenken. Auch wenn Konsolen eine viel größere Reichweite erzielen, sagen PC-Spieler von sich aus, dass sie die wahren Gamer sind. Tatsächlich ist die Bandbreite an Spielen und die Flexibilität auf einem Gaming-PC weitaus höher als mit einer Konsole. Warum das so ist, erfährst du im folgenden Artikel.
Besonderheiten
  • Enorme Flexibilität
  • Aufrüstbar mit neuer Technik
  • Hunderttausende verschiedene Spiele
  • Von günstig bis teuer alles vorhanden

Gaming PCs Test & Vergleich 2021

Du weißt, dass du zocken möchtest, doch kannst du dich nicht zwischen einer günstigen Konsole wie der Playstation 4, Xbox One oder der Nintendo Switch zu einem Gaming PC hinreißen lassen? Auf den ersten Blick wirst du die Vorteile des PCs kaum erkennen können, doch befasst man sich ein wenig mit der Materie, wirst du schnell erfahren, dass zum Zocken ein PC die beste Wahl ist. Natürlich ist die Anschaffung eines leistungsstarken PCs mit höheren Kosten verbunden als bei einer Konsole. Zudem benötigst du etwas mehr Ahnung, wenn du in der Zukunft die Hardware aufrüsten möchtest. Doch nachdem du diese Hürden gemeistert hast, steht dir eine riesige Welt offen. Zum einen findest du auf dem Gaming PC eine Vielzahl unterschiedlicher Spiele. Dank Gaming-Shops und Bibliotheken wie Steam, EA Origin, Uplay oder GOG hast du die Wahl zwischen hunderttausenden Spielen, vom Rollenspiel bis zum Ego-Shooter. Der große Vorteil ist, dass der PC heute sogar noch 20 Jahre alte Spiele wiedergeben kann, was mit der Playstation 4 oder der Xbox One nur bedingt funktioniert. Geht dem PC zukünftig aufgrund der fortschreitenden Technologieentwicklung einmal die Puste aus, kannst du alle Bauteile problemlos austauschen. Auch das ist mit einer Konsole nicht möglich.

Vorteile Nachteile
  • Extrem flexibel – Hardware kann problemlos ausgetauscht werden
  • Hunderttausende Spiele
  • Kompatibel zu älteren Titeln
  • Auch als Blu-ray-Player verwendbar
  • Abseits des Spielens: Photo- und Videobearbeitung, Streaming, Office-Anwendungen
  • Ein neues spannendes Hobby
  • Teurere Anschaffung
  • Etwas Know-How erforderlich

Die wichtigsten Hersteller für Gaming PCs

Hersteller Besonderheiten
MSI MSI ist ein wichtiger Hersteller im Bereich High-End-Gaming. Durch die individuellen Anpassungsmöglichkeiten hat das Sortiment für jeden Anspruch etwas zu bieten. Überzeuge dich dabei selbst von der starken Leistungsfähigkeit der Modelle.

  • Intel Core i5 bis i9
  • einfacher Zugriff auf die Komponenten
  • Upgrade jederzeit möglich
  • Übertakten dank Kühlsystem
Asus Die Gaming PCs von Asus sind aus leistungsstarken Komponenten zusammengestellt. Die speziellen Lüfter sorgen beispielsweise für eine kühlere und vor allem leisere Performance. Außerdem berichten Kunden von einer hohen Zuverlässigkeit der Systeme.

  • stilvolle Farbakzente
  • leistungsstarke Mainboards
  • BIOS Personalisierung möglich
  • starke Intel Prozessoren
GIGABYTE Das taiwanesische Unternehmen GIGABYTE steht für Qualität und Innovation in vielen Bereichen. Neben den Business-Server-Lösungen hat sich die Marke auch im Bereich Gaming einen Namen machen können. Eine maximale Performance für anspruchsvolle Anwendungen steht hier im Mittelpunkt.

  • große Festplatte
  • NVIDIA Grafik
  • schnell Schnittstellen
  • Intel Core Prozessoren

Auswahl eines Spiele PCs – auf den ersten Blick kompliziert

Bevor wir dir nun die einzelnen wichtigen Bauteile und Möglichkeiten mit einem Gaming PC vorstellen, möchten wir dich noch etwas sensibilisieren. Auf den ersten Blick können die einzelnen Bauteile und Regeln etwas kompliziert wirken, doch wirst du dich in das Thema mit unserem Artikel schnell einlesen und sofort durchstarten können. Wichtig ist es, dass du die Unterschiede bei den Prozessoren, Sockeln und Chipsätzen durchschaust. Zudem solltest du dir, bevor du dir deinen Gaming PC kaufst, einige Fragen stellen:

Frage Beschreibung
Wie viel Geld möchtest du ausgeben? Eine der wichtigsten Fragen vor dem Kauf ist, wie viel Budget du investieren möchtest. Je schneller der Gaming PC werden soll, desto teurer wird er auch. Sollten sehr große Massenspeicher oder eine Beleuchtung dazu kommen, kann der Preis schnell über 2000 oder gar 3000 Euro gehen. Daher ist es wichtig, zuvor ein festes Budget festzulegen.
Was möchtest du mit dem PC alles machen? Soll der PC lediglich zum Zocken sein oder möchtest du damit auch arbeiten? Besonders für die Foto- oder Videobearbeitung muss ausreichend Prozessorleistung, aber auch Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Soll der Gaming PC nebenbei lediglich für einfache Office-Anwendungen bereitstehen, brauchst du weniger beachten.
Möchtest du Streamen und/oder Youtube-Videos aufnehmen? Streamer und Youtuber sind die neuen VIPs von heute und du möchtest einer von ihnen sein? Dann verhält es sich wie bei einem Unternehmen: Nur wer investiert, kann erfolgreich werden. Je schöner deine Videos und deine Streams sein sollen, desto mehr Performance benötigst du und desto höher wandert der Preis. Außerdem ist es wichtig, dass ausreichend Prozessorkerne zur Verfügung stehen, doch dazu später mehr.
Möchtest du LAN-Parties besuchen? Nach vielen Jahren der Abstinenz werden LAN-Parties wieder beliebter. Möchtest du dich nicht nur online mit anderen Spielern messen, sondern auch im Reallife einmal zeigen, wer der Boss ist, sind LAN-Parties der beste Ort. Damit du aber keinen 30-Kilo-PC zu solch einer Veranstaltung wuchten musst, solltest du im Vornherein die Maße und das Format klären.

Das Herzstück des Gaming PCs – der Prozessor

Auch wenn dem Prozessor manchmal zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist er das wichtigste Bauteil im System. Er berechnet nicht nur alle Eingaben, die du tätigst, sondern auch alle Prozesse, Programme und Hintergrundaufgaben auf einem Computer. Während frühere Prozessoren noch mit einem Prozessorkern und einer hohen Taktfrequenz gerechnet haben, werden sie heute mit mehreren Kernen ausgeliefert. Moderne CPUs (Central Processing Unit) weisen mindestens vier Kerne auf, die dafür sorgen, dass auch moderne Spiele flüssig laufen. Für starke Gaming PCs empfiehlt es sich, eine CPU mit mindestens sechs oder sogar acht Kernen zu verwenden. Besonders Streamer kommen dann in den Genuss eines enormen Leistungszuwachses.

Von AMD bis Intel

Auf dem weltweiten Markt existieren zwei Prozessorhersteller, die für einen Gamer wichtig sind. Auf der einen Seite steht „Intel“ mit hohen Taktraten und einer schnellen Single-Core-Performance und auf der anderen Seite sorgt AMD für die beste Multithreading-Performance sowie faire Preise. Beide Hersteller haben Vor- und Nachteile sowie unterschiedliche Prozessoren im Angebot, die wir dir im Folgenden einmal näher vorstellen wollen.

CPU Beschreibung
AMD Ryzen 3 vs. Intel Core i3 Auch wenn viele Gamer immer davon sprechen, dass ein richtiges Gaming-System nicht für wenig Geld gebaut werden kann, so ist die Wahrheit eine ganz andere. Schon für 500 oder 600 Euro kannst du ein kräftiges System aufbauen, das für alle aktuellen Spiele ausreicht. Zwar musst du hierbei ein wenig an der Grafikstellschraube drehen, doch ist dies für den genügsamen Gamer kein Problem. Als Herzstück bestens geeignet für ein solches System ist ein AMD Ryzen 3 oder ein Intel Core i3 Prozessor. Mit rund vier Kernen sorgen beide CPU-Klassen für ausreichend Power für alle moderaten Spiele. Kaufst du dir zeitgleich ein zukunftssicheres Mainboard sowie ein starkes Netzteil, kannst du in Zukunft auch problemlos aufrüsten.
AMD Ryzen 5 vs. Intel Core i5 Möchtest du jedoch von Anfang an keine Kompromisse eingehen sowie ein wenig mehr Geld zur Verfügung haben, dann sind Intel Core i5 sowie AMD Ryzen 5 Prozessoren die beste Wahl. Hierbei handelt es sich um wahre Preis-/Leistungs-Könige, denn nirgends bekommst du mehr Leistung für dein Geld. CPUs wie beispielsweise der Ryzen 5 3600 sind nur wenige Prozentpunkte langsamer als ein doppelt so teurer Ryzen 7 Prozessor. Das macht dieser CPU-Klasse die beste Wahl für alle Spieler in jeder Preisklasse. Selbst die stärksten Grafikkarten können wunderbar mit diesen CPUs zusammenarbeiten.
AMD Ryzen 7 vs. Intel Core i7 Streamer, Youtuber und alle die, die nicht nur zocken wollen, vertrauen hingegen auf die Sperrspitze im Mainstream-Segment. AMD Ryzen 7 und Intel Core i7 befeuern einen jeden PC mit so viel Leistung, dass du neben dem Zocken auch noch problemlos streamen oder aufnehmen kannst. Auch das Rendern eines Videos nebenbei ist für manch einen Prozessor dieser Klasse kein Problem mehr. Dank acht oder sogar 12 Kernen liefern diese CPUs die beste Multicore-Performance für den Mainstream.

Wichtig: Beide Hersteller verwenden die Multithreading-Technologie, die dafür sorgt, dass aus physischen Kernen zusätzliche logische Kerne entstehen. Ein AMD Ryzen 3600 mit 6 Kernen kommt demnach mit 12 Threads zu dir nach Hause.
AMD Ryzen Threadripper vs. Intel Core i9 Steht für dich nicht nur Gaming auf der Speisekarte, sondern auch noch die Virtualisierung oder das Rendern von großen Videoprojekten, solltest du einmal deinen Blick auf AMDs und Intels High-End-Riege werfen. Mit dem Threadripper sowie den Core i9 CPUs bekommst du weit mehr als nur 8 Kerne, denn die Spitzenmodelle beider Hersteller bringen dir 28 oder sogar 32 Kerne mit nach Hause. Und als wäre das nicht genug, liefern dir beide Hersteller hier ebenso die Multithreading-Technologie mit. Allerdings ist dieser Spaß nicht günstig, denn die besten CPUs dieser Performance-Klasse schlagen schnell mit bis zu 2000 Euro zu Buche.

Der Prozessorsockel und der Chipsatz

Ein wenig komplizierter wird es nach der Wahl des Prozessors mit dem Mainboard, denn hier fließen alle Bauteile zusammen. Zudem findet die CPU hier ihren Platz. Neben der Geschwindigkeit der Prozessoren werden sie zusätzlich noch nach Sockel und Chipsatz eingeteilt. Dabei ist der Sockel der physische Steckplatz für den Prozessor. Da jede CPU-Generation einen anderen Aufbau mit einer unterschiedlichen Anzahl an Pins aufweist, sind auch immer andere Sockel notwendig. AMD macht es seinen Kunden hierbei leicht und ändert nur selten den Steckplatz. Intel führte im Laufe der Jahre hingegen immer wieder neue Sockel für seine Prozessoren ein.

Steht der Sockel fest, geht es eine Stufe tiefer zum Chipsatz. Dieser gibt an, welche Ausstattung das Mainboard hat. Dazu gehören zum einen die USB-Ports an der Front und der Rückseite, aber auch die internen Anschlüsse für Festplatten, SSDs und Grafikkarten. Im Folgenden möchten wir dir einmal die wichtigsten modernen Sockel mit den jeweiligen Chipsätzen kurz vorstellen.

AMD – Sockel AM4 mit Chipsatz B450 und X470

Wie bereits im Abschnitt zuvor erwähnt, macht es AMD seinen Kunden sehr leicht bei der Auswahl des richtigen Sockels und Chipsatzes. Mit dem Erscheinen der neuen Ryzen Prozessoren im Jahr 2017 führte das Unternehmen einen flexiblen Sockel mit der Bezeichnung „AM4“ ein. Dieser nutzt den Chipsatz B450 und X470. Alle aktuellen und kommenden Prozessoren von AMD unterstützen diesen Sockel sowie diese Chipsätze. Einen Unterschied in der Performance wirst du zwischen X470 und B450 Chipsätzen nicht erkennen, dafür aber einen Unterschied in Sachen Ausstattung. So kannst du mit einem Mainboard mit X470-Chipsatz ein Multigrafikkartensystem realisieren und mehr Massenspeicher anschließen.

Intel – Sockel 1151 mit Chipsatz H370, Z370 und Z390

Anders als AMD geht Intel den Weg der extremen Aufteilung. Aufgrund der Marktherrschaft des Unternehmens im Gaming-Bereich versucht Intel mit jeder neuen Prozessorgeneration auch einen neuen Sockel oder einen neuen Chipsatz zu etablieren. Mehrfache Tests haben bewiesen, dass dies für die einzelnen CPUs nicht notwendig ist und lediglich darauf ausgelegt ist, den Absatz zu erhöhen. Doch aufgrund der enorm starken Spieleleistung kann Intel diesen Weg gehen. Einen großen Unterschied wirst du auch bei den oben genannten Chipsätzen kaum erkennen, außer dass der H370-Chipsatz keine Übertaktung (Leistungserhöhung) der CPU zulässt. Zudem sind die Z-Chipsätze besser für Multigrafikkarten-Systeme geeignet.

Das Gaming Mainboard entscheidet über die Ausstattung

Ein großes Gerücht, dass sich seit Anbeginn der PC-Geschichte hält, ist, dass Mainboards die Performance eines Gaming PCs beeinflussen. Dies ist allerdings nicht der Fall, da keinerlei leistungsgebende Bauteile auf dem Mainboard verbaut sind. Viel mehr sorgt die Mutterplatine für eine umfangreiche Ausstattung. So liefert sie alle nötigen internen Steckplätze für SSDs, Festplatten, Grafikkarten sowie den Arbeitsspeicher. Aber auch die externen Anschlüsse auf der Rückseite des Gaming PCs stammen vom Mainboard. Hier findest du in der Regel USB-Ports, Audio-Anschlüsse und vielleicht sogar Antennen-Anschlüsse für WLAN. Achte vor dem Kauf deines Gaming PCs unbedingt darauf, dass das System ausreichend Anschlüsse und Ports für dich bereithält. Vor allem Spieler benötigen mehr Anschlüsse als „normale“ Anwender, die ihren PC nur für Office-Aufgaben nutzen.

Mindestens sollten dir vier bis fünf USB-Ports zur Verfügung stehen. Hinzu kommt ein Netzwerkanschluss sowie ein Panel für ein mögliches Soundsystem. Hier macht es Sinn, ein Mainboard zu wählen, das einen modernen Audio-Chip mitliefert, der dir auch einen optischen Eingang an der Hauptplatine liefert. Das sorgt nicht nur für einen besseren Klang, sondern auch für weniger Kabel.

Die richtige Grafikkarte für deinen Spiele PC

Seit jeher bewertet man in einem Gaming PC den Prozessor zu hoch, denn das wahre Herzstück eines jeden Gamingsystems ist die Grafikkarte. Sie kümmert sich um jegliche Berechnungen, die mit dem sichtbaren Spiel zu tun haben. Aber auch Physikberechnungen und Optimierungen in Spielen muss über die Grafikkarten laufen. Streng genommen wird in einer korrekten Konfiguration jede Grafikkarte vom Prozessor ausgebremst. Leider existieren zahlreiche Gaming PCs, die den Fokus auf den Prozessor legen und nur eine kleine Grafikkarte verbauen. Dies wird häufig zu Marketingzwecken gemacht, weil viele Spieler und Anwender immer noch glauben, dass der Prozessor die Hauptarbeit verrichtet. Schaut man sich jedoch die Lastverteilung im Spiel an, wird die CPU häufig nur zwischen 20-50% ausgelastet, während auf der Grafikkarte bis zu 100% Last liegt. Natürlich musst du nicht für jedes Spiel eine unglaublich schnelle Grafikkarte besitzen. Lediglich für die aufwändigsten Spiele wie Battlefield oder Far Cry ist eine starke Grafikkarte notwendig. Auch für das neue Echtzeit-Raytracing, das für eine noch schönere Grafikpracht sorgt, brauchst du einen starken Pixelschubser. Im Folgenden zeigen wir dir, welche Grafikkarten du für welche Spiele und Auflösungen benötigst.

League of Legends, Fortnite & Co.

In Gamer-Kreisen sagt man auch häufig etwas sarkastisch, dass diese Spiele selbst auf einem Toaster funktionieren. Tatsächlich ist dieser Vergleich gar nicht so weit hergeholt, denn Spiele wie League of Legends oder Fortnite benötigen aufgrund ihrer einfachen, comic-haften Grafik kaum Leistung. Auch der Prozessor wird hier kaum gefordert, sodass du diese Games schon mit günstigen Systemen für rund 500 Euro auf FullHD spielen kannst. Auch die Grafikeinstellungen kannst du ohne weitere Probleme auf das Maximum stellen. Als Beispiel wäre in diesem Bereich eine Geforce GTX 1050 Ti oder eine AMD RX570 zu nennen, die das perfekte Preis-/Leistungsverhältnis für diese Games mitbringen. Solltest du diese Spiele allerdings auf UHD, also einer 4K-Auflösung spielen wollen, wäre die Investition in eine größere AMD RX580/RX590 oder eine Geforce RTX 1660 sinnvoll. Als Prozessor reicht ein Ryzen 3 oder ein Intel Core i3 allemal aus.

Anno, World of Warcraft und weitere

Seit dem Release von WoW hat sich grafisch eine Menge getan, sodass du mittlerweile etwas stärkere Hardware benötigst. Auch der Prozessor wird in vielen Ebenen des Spiels stark gefordert. Ähnlich sieht es bei Strategiespielen wie Anno oder Civilisations aus, die eine gute Kombination aus Prozessor und Grafikkarte voraussetzen. Planst du diese Spiele mit FullHD auf hohen Einstellungen zu spielen, sollte dein neuer Gaming PC mindestens eine aktuelle Mittelklasse-Grafikkarte wie die RX590 oder eine Geforce RTX 1660 aufweisen. Für höhere Auflösungen darf es sogar schon eine AMD Vega oder eine Geforce RTX 2070 sein. Je nach Spiel ist die Investition in einen AMD Ryzen 5 oder einen Intel Core i5 Prozessor ebenso sinnvoll. Manche Ebenen von WoW beispielsweise erfordern sogar einen Intel Core i7 Prozessor.

Battlefield, Assassins Creed, Metro

Gamer, die auf Blockbuster wie das neueste Battlefield oder Assassins Creed abfahren, sollten niemals an der Hardware sparen. Nicht nur, dass das Spielvergnügen mit der maximalen Auflösung und den besten Grafikeinstellungen massiv ansteigt, auch deine Fähigkeiten werden davon beeinflusst. Je schlechter die Sicht in einem Ego-Shooter, desto später oder schlechter kannst du Gegner erkennen. Als Einstiegsgrafikkarte für die besten Einstellungen sollte mindestens eine NVIDIA Geforce RTX 2070 oder eine AMD Vega 64 zur Verfügung stehen. Möchtest du diese Spiele nicht nur spielen, sondern auch streamen, ist ein Ryzen 7 oder ein Intel Core i7 Prozessor Pflicht. Planst du keinen Stream, reichen auch Core i5 und Ryzen 5 Prozessoren.

Arbeitsspeicher ist problemlos aufrüstbar

Je komplexer, größer und aufwändiger Spiele werden, desto mehr Daten müssen während der Bearbeitung gespeichert werden. Das ist nicht nur bei Spielen, sondern auch bei komplexen Video- und Fotobearbeitungstools der Fall. Der Arbeitsspeicher oder auch „RAM“ (Random Access Memory) ist ein flüchtiger Speicher, der Daten nur liest und schreibt, wenn der PC angeschaltet ist. Er fungiert als schneller Zwischenspeicher und stellt während des Arbeitens dem Prozessor oder der Grafikkarte alle notwendigen Daten zur Verfügung, die gerade anfallen. Auch wenn mit Windows 10 eine nahezu perfekte Speicherverwaltung Einzug gehalten hat, die nur dann den RAM anspricht, wenn es notwendig ist, benötigen Spieler dennoch mehr Platz als reine Office-Anwender. Günstige Systeme kommen mit acht Gigabyte aus, während starke Gaming PCs mindestens 16 Gigabyte aufweisen sollten. HighEnd-Gaming PCs über 2000 Euro bringen allerdings auch schon 32 oder sogar 64 Gigabyte Arbeitsspeicher mit zu dir nach Hause. Was auf den ersten Blick viel klingt, ist lediglich eine Investition in die Zukunft.

Vorteil: Beim RAM handelt es sich um steckbare Riegel, die gut platziert auf dem Mainboard sitzen. Der Ein- und Ausbau ähnelt ein wenig dem Lego-System, wodurch du bei RAM-Knappheit einfach weiteren Speicher nachrüsten kannst.

Die richtige Kühlung bestimmt die Leistung

Überall wo Strom fließt, da entsteht auch Wärme, das ist ganz normal. Moderne PCs verwenden heute eine ausgeklügelte Technologie, um sich vor hohen Temperaturen zu schützen. Je wärmer ein Chip wird (Egal ob GPU oder CPU), desto langsamer arbeitet er, was zu einer geringeren Leistung führt. Allerdings sorgt das auch für ein längeres Leben, denn durch die niedrigen Temperaturen ist die „Abnutzung“ ebenfalls geringer. Sorgst du nun für eine starke und ausreichende Kühlung, kann dein Prozessor oder deine Grafikkarte effizienter arbeiten und seine volle Leistung ausfahren. Hierfür ist aber wichtig, dass du weißt, wie du deine Bauteile kühlen solltest. Im Folgenden zeigen wir dir zwei Möglichkeiten, um die Wärme von deinen Bauteilen fern zu halten.

Luftkühler

Luftkühler bestehen aus einem Kühlkörper aus Aluminium sowie so genannten „Heatpipes“, kleine Kupferröhrchen, die für den Wärmetransport zuständig sind. Der Kühler sitzt mit einer vernickelten Kühlplatte oder Vollkupfer-Kühlplatte auf dem Prozessor. Mittels der bereits erwähnten Heatpipes wird die aufgenommene Wärme zu Kühlfinnen aus Aluminium geleitet und mit einem sich langsam drehenden Lüfter fortgeleitet. Luftkühler sind die günstigste Variante, den Prozessor oder die Grafikkarte zu kühlen.

Kleiner Nachteil: Die erwärmte Luft strömt nicht aus dem Gehäuse heraus, sondern verteilt sich im Innenraum. Hier ist ein ausgeklügeltes Belüftungskonzept im Gehäuse erforderlich, doch dazu später mehr.

Wasserkühler

Du wirst dich nun sicherlich fragen, was Wasser in einem empfindlichen System wie dem Gaming PC zu suchen hat, doch sei beruhigt: Wasserkühlungen sind sicherer als man denkt. Ähnlich wie beim Luftkühler sitzt eine Kühlplatte direkt auf der CPU oder der GPU, die mithilfe einer integrierten Pumpe durch einen Schlauch erwärmtes Wasser zu einem Radiator pumpt. An diesem metallischen Radiator befinden sich ein bis drei oder vier Lüfter, die das Wasser wieder abkühlen, welches zurück zur Pumpe fliest. Dieser Kreislauf sorgt für die besten Temperaturen auf der CPU und der GPU.

Kleiner Nachteil: Der Preis einer Wasserkühlung kann ein Vielfaches eines Luftkühlers betragen.
Großer Vorteil: Die erwärmte Luft kann direkt aus dem Gehäuse transportiert werden, da der Radiator unmittelbar am Gehäuse befestigt wird.

Nur Aussehen oder doch mehr? Das Gehäuse

Für den Laien stellt das Gehäuse nur das Zuhause für die empfindliche Hardware dar. Es bestimmt das Aussehen sowie die Anschlüsse an der Front, doch sorgt das „Case“ auch für bessere Temperaturen. Gute Gehäuse können die Temperaturen deiner Grafikkarte oder deines Prozessors um bis zu 20 Grad senken. Dies ist mit einem perfektionierten „Airflow“ möglich, also einer Optimierung des Luftstroms im PC. Beachten wir einmal die Physik, wissen wir, dass warme Luft stets nach oben steigt. Kühle Luft befindet sich dagegen immer weiter unten, da sie schwerer ist. Mit diesem Wissen, kannst du nun die Kühlung deines Gehäuses optimieren. Während möglichst langsam drehende Lüfter an der Front und am Boden des Gehäuses kühle Luft in das Case leiten, pusten Lüfter an der Rückseite und auf dem Dach erwärmte Luft nach außen. Das sorgt nicht nur für eine längere Haltbarkeit, sondern auch für mehr Performance, da deine CPU und deine GPU ihre volle Leistung entfalten können.

Der Gaming PC als Konsolenersatz

Klobig, schwer und kantig, so stellt man sich häufig einen Gaming PC vor. Doch ist diese Vorstellung mittlerweile ein wenig überholt, da der Trend in den letzten Jahren zu immer kompakteren Systemen ging. Vorreiter hierfür sind Konsolen, die mit ihren kompakten Maßen in jedes Wohnzimmer passen. Mit der richtigen Hardware kannst du dir entweder einen eigenen Konsolenersatz selbst bauen oder einfach einen fertigen Mini-Gaming PC kaufen. Diesen kannst du ebenso wie die Playstation 4 oder eine Xbox ebenfalls mit einem Controller steuern. Zahlreiche Dienste wie Steam oder Uplay von Ubisoft liefern dir bereits einen eigenen Controller-Modus, für den du keinerlei Maus und Tastatur mehr benötigst.
Baust du dir dein System selbst, musst du beim Gehäuse und dem Mainboard auf den ITX-Standard achten. Während der herkömmliche Gaming PC das ATX-Format nutzt, benötigen Mini-PCs kleinere Mainboards. Vorteilhaft ist, dass du, anders als eine Konsole, den PC immer wieder aufrüsten kannst. Erscheinen zukünftige Spiele, die dein aktueller PC nicht beherrscht, kannst du dies mit dem Austausch der CPU oder der Grafikkarte einfach umgehen und deinen PC wieder schneller machen.

Achtung: Standardmäßig besitzen PCs kein eigenes Blu-ray-Laufwerk. Planst du also einen Home-Theatre-PC, musst du dir ein Gehäuse aussuchen, das ein solches Laufwerk aufnehmen kann.

Gaming PCs mit RGB – Der Hamburger Dom im PC

Leuchten, Flackern und Blinken, was vor einigen Jahren noch stark verpönt war, ist heute kaum noch wegzudenken. Der Siegeszug der so genannten RGB-Beleuchtung im Gaming PC ist kaum noch aufzuhalten. RGB steht hierbei für Rot, Grün, Blau, also die Primärfarben, aus denen sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Farben ergeben kann. Insgesamt kommen Systeme mit RGB-Beleuchtung auf 16,7 Millionen mögliche Farben und Kombinationen. Dass dies schnell wie der Hamburger Dom wirken kann, ist verständlich. Dabei leuchten nicht nur eingebaute LEDs, sondern auch der Arbeitsspeicher, Lüfter, das Mainboard oder die Grafikkarte. Neuerdings lassen manche Hersteller sogar ihre Kabel in jeglichen Regenbogenfarben erstrahlen. Hersteller wie Asus oder Corsair liefern dazu noch die passende Peripherie wie Gaming Tastaturen, Gaming Mäuse oder Gaming Mauspads, die im Einklang mit dem PC leuchten.

Wichtig: Oftmals wird behauptet, dass der Stromverbrauch durch diese Beleuchtung massiv in die Höhe schnellt. Allerdings handelt es sich hierbei um ein Gerücht, da die kleinen LEDs kaum Energie zum Leuchten benötigen. Du kannst demnach trotzdem einen strombewussten PC erhalten, der in allen möglichen Farben blinkt.

Massenspeicher als Beschleuniger

Gehörst du zu den etwas älteren Semestern unter den Gamern, wirst du dich sicherlich noch an Zeiten erinnern können, in denen Spiele auf einer 3,5-Zoll Diskette zu dir nach Hause kamen. Diese Zeiten sind lange vorbei und Spiele wurden in den letzten Jahren immer komplexer und größer. Betrachtet man Blockbuster wie beispielsweise Grand Theft Auto 5, erkennt man schnell, dass Speicherkapazitäten jenseits von 500 Gigabyte und mehr für einen PC notwendig sind. Heutige Spiele können bis zu 80 Gigabyte und aufwärts auf deinem Massenspeicher einnehmen. Doch ist Speicher nicht direkt Speicher, denn neben der herkömmlichen Festplatte (HDD – Hard Disk Drive) hat sich in den letzten Jahren noch die SSD (Solid State Drive) etabliert.

SSDs

Die SSD ist im PC-Segment die beste Erfindung der letzten Jahre. Hierbei handelt es sich um kleine Speicherchips, die ihre Daten nicht magnetisch/physikalisch sondern digital/elektronisch speichern. Dabei kommen keinerlei bewegliche Teile zum Einsatz, was für eine hohe Ausfallsicherheit aber auch eine ansprechende Performance sorgt. Dank dem Preisverfall der letzten Jahre ist es dir möglich, deinen PC völlig mit diesen kleinen Speichern zu versehen. Ladezeiten aber auch Kopiervorgänge dauern dann häufig einen Bruchteil der Zeit einer Festplatte.

HDDs

Die HDD oder auch Hard Disk Drive ist ein Massenspeicher mit beweglichen Bauteilen. Auf magnetischen Plattern werden hierbei deine Daten abgelegt und gespeichert. Seit Beginn an sind Festplatte eine günstige Möglichkeit, viele Daten auf einmal zu speichern. Heutige Modelle bringen dir 12 Terabyte und mehr Speicher mit nach Hause. Das sorgt dafür, dass du Videos, Bilder und mehr problemlos ablegen kannst, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen. Für das Betriebssystem und deine Programme sollte eine Festplatte allerdings nicht mehr erhalten müssen.

Tipp: Ein guter Gaming-PC im mittleren Preissegment setzt als Hauptpartition häufig auf eine SSD, während Daten auf einer Festplatte abgelegt werden.

Die besten Gaming PCs auf dem Markt

Auf dem Markt existiert eine schier unendliche Anzahl unterschiedlicher Gaming PCs. Doch lass dich davon nicht verwirren, denn häufig handelt es sich um das gleiche Gerät mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Im Folgenden stellen wir dir drei der besten Gaming PCs auf dem Markt vor.

Megaport HighEnd Gaming Ryzen 5 2600X

( Rezensionen)
Megaport HighEnd Gaming Ryzen 5 2600X

Besonderheiten

  • CPU und GPU der gehobenen Mittelklasse
  • Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Aufrüstbare 16 Gigabyte RAM
  • WLAN bereits integriert
Der Megaport HighEnd Gamer mit einem Ryzen 5 2600X sowie einer Geforce RTX 2060 ist ein wahrer Preis-/Leistungshammer. Mit ihm wirst du alle aktuellen Spiele dank der schnellen CPU und GPU problemlos auf FullHD wiedergeben können. 16 Gigabyte RAM, die sich auch noch aufrüsten lassen, sorgen ebenso für die nötige Zukunftssicherheit.
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MSI Infinite X 9SD-251DE

( Rezensionen)
MSI Infinite X 9SD-251DE

Besonderheiten

  • Sehr kompakt mit besonderem Design
  • Zweit-schnellster Consumer Prozessor Core i9 9700K
  • NVIDIA RTX 2070 für HighEnd-Gaming
  • 256GB SSD + 2000 Gigabyte HDD
MSI liefert mit dem Infinite X ein System zu dir nach Hause, das Seinesgleichen sucht. Nicht nur, dass das Gehäuse sehr kompakt ist und sich somit sogar ins Wohnzimmer integrieren lässt, auch die Hardware kann sich sehen lassen. Ein schneller Intel Core i7 9700K kombiniert mit der NVIDIA Geforce RTX 2070 sorgt für die nötige Leistung, jetzt und auch in der Zukunft. Besonderheit: Der PC wird werksseitig bereits mit einer Wasserkühlung ausgeliefert.
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Omen by HP 880-552ng

( Rezensionen)
Omen by HP 880-552ng

Besonderheiten

  • Zeitloses und schlichtes Design
  • Aktuell schnellste Gaming-Grafikkarte: RTX 2080 Ti
  • Zukunftssichere 32 Gigabyte RAM
  • Riesiger Speicher: 512GB SSD und 3000GB HDD
Auch wenn der Omen by HP 880-552g noch nicht den aktuellsten Prozessor aufweist, muss er sich im HighEnd-Segment nicht hinter der Konkurrenz versteckten. Verglichen mit dem aktuelleren Core i7 9700K leistet der hier verbaute Core i7 8700K lediglich 4% weniger, dafür sorgt aber die verbaute NVIDIA Geforce RTX 2080 Ti für die notwendigen Frames. Hinzu kommen zukunftssichere 32 Gigabyte RAM, eine 512GB SSD sowie eine 3000 Gigabyte große Festplatte.
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Mit der richtigen Peripherie zum Erfolg

Natürlich bringt der beste und schnellste Gaming PC nicht den notwendigen „Skill“, um auf dem Schlachtfeld zu bestehen. Hierfür benötigst du noch das Zweitwichtigste eines jeden Gamers: Die Peripherie. Dazu gehört eine Gaming Tastatur, eine Gaming Maus sowie ein Gaming Headsets.

Peripherie Beschreibung
Gaming Tastaturen Eine Tastatur für den Gamer unterscheidet sich zum einen in Sachen Technik und zum anderen in Sachen Ausstattung markant vom Rest. Du hast die Wahl zwischen günstigeren Rubberdome-Modellen oder professionellen mechanischen Versionen. Letzte sind aufgrund der schnellen Reaktionszeiten besonders beliebt bei Spielern. Shortcuts auf den einzelnen Tasten sorgen zudem für noch mehr Geschwindigkeit und den nötigen Vorteil im Spiel.
Gaming Mäuse Auch Gaming Mäuse bieten einiges, was Office-Mäuse nicht liefern können. Zum einen ist die bessere Ergonomie für Stundenlanges Zocken zu erwähnen, zum anderen die zusätzlichen Tasten für Shortcuts. Wichtig: Probiere einige Mäuse erst im Laden aus, bevor du dir eine kaufst, da jede Hand eine andere Mausform voraussetzt.
Gaming Headsets Gaming Headset sind klanglich aber auch in Sachen Ausstattung auf Gamer ausgelegt. Sie liefern häufig einen stärkeren Bass für beispielsweise Explosionen und bieten dir noch einige unterschiedliche Modi für unterschiedliche Spiele. Wichtig: Achte für Onlinegames darauf, dass das Mikrofon eine sehr hohe Qualität aufweist, damit deine Mitspieler dich gut verstehen können.

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